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Kurt Mühlenhaupt & Leierkasten / original Zeichnung - Rarität / unveröffentlicht

Kurt Mühlenhaupt & Leierkasten / original Zeichnung - Rarität / unveröffentlicht

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952,00€Цена

Kurt Mühlenhaupt (1921-2006) 

original Bleistiftzeichnung "LEIERKASTEN"

Bleistift auf Malpappe, signiert unten rechts Kurt Mühlenhaupt, rückseitig reserviert für...., an den Rändern leicht gebräunt, 36,5cm x 51cm, ein Original mit einer einmaligen Geschichte zu der Kreuzberger Künstlerkneipe Leierkasten.

Der Leierkasten war von 1959 bis 1977 ein Treffpunkt der Berliner Bohème im Ortsteil Kreuzberg. Vom Berliner Malerpoeten Kurt Mühlenhaupt gegründet und bis 1968 geführt, befand sie sich in der Zossener Straße 1 Ecke Baruther StraßeMühlenhaupts regelmäßig Mitarbeitende waren Rosi Kendziora und sein Bruder Willi. Die Kneipe galt als deutschlandweit bekanntes Künstler- und Bohème-Lokal. Zu den Stammgästen gehörten Hellmut Kotschenreuther, Artur Märchen, Gerhard Kerfin und Kiez-Originale wie Oskar Huth. Auch Brigitte Horney besuchte das Lokal und kaufte Bilder von Mühlenhaupt. Er war wichtigster Vorläufer der späteren Kreuzberger Kneipenszene. Der Leierkasten verstand sich als „Start und Endstation für Maler“, wahlweise als „Reservoir für Gammler, Säufer, Künstler aller Art“, wie der Gründer, Künstlerchef und Hauptbetreiber Kurt Mühlenhaupt in einem Plakatentwurf formulierte. Der Leierkasten war der anerkannte Sitz der »Malerpoeten«, die Wirt Mühlenhaupt gemeinsam mit Prominenten wie Günter Grass und Wolfdietrich Schnurre 1971 gegründet hatte. Während im Vorderzimmer gezecht wurde, entstanden im von Malern, Dichtern, Musikern und anderen Lebenskünstlern besetzten Hinterzimmer ab 1963 die sogenannten »Biertrinkerblätter aus dem Leierkasten« 4 Seiten der Malerpoeten für 35 Pfennig. Natürlich wurde nicht nur im Vorderzimmer mit der Jukebox, sondern auch im Hinterzimmer reichlich getrunken. Der Boden vor der Bühne soll derart klebrig von verschütteten Alkoholika gewesen sein, daß eines Tages sogar das Pedal eines Schlagzeugs kleben blieb – wie sich der Schlagzeuger der White Eagle Band noch heute gern erinnert. Der Leierkasten war kein Lokal, in dem es nur darum ging, Bier zu verkaufen. Die Kreuzberger Neue Zeitung des SzeneJournalisten Runkel, die ihre Leserschaft stets mit den neuesten Nachrichten aus den Kreuzberger Kneipen versorgte, schrieb 1979 über den Leierkasten: »Nachdem der Bierpreis auf 1,80 (früher 2,50) heruntergedonnert ist, ist kürzlich auch das Damenklo wieder repariert worden. LifeMusik in be und unbekannter Formation liefert das Wochenende. Schlägereien sind selten. Lediglich der Trödler und Maler Kurt Mühlenhaupt, der das legendäre Lokal in der Baruther Straße vor 46 Jahren eröffnet hat, erhielt so etwas wie einen Beinamen. Bis heute sprechen die, die ihn kannten, am liebsten von »Kurtchen«. So, als gehörten sie zur Familie. Und so, als lebte er noch. Kurt Mühlenhaupt starb im April des vergangenen Jahres. Er wird nicht vergessen werden: nicht als Oberhaupt der Kreuzberger Kunstszene, aber erst recht nicht als der 1. Wirt vom Leierkasten.

Künstlerinfo: Kurt Mühlenhaupt (* 19. Januar 1921 in Klein Ziescht, Kreis Jüterbog-Luckenwalde; † 16. April 2006 in Zehdenick, deutscher Maler, Bildhauer und Schriftsteller. Er wurde als Kreuzberger Milieu-Maler bekannt und gehörte zu der 1972 gegründeten Gruppe der Berliner Malerpoeten

Quelle: Internet

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